andere Kreative

Robert Löbel, Illustrator & Animator

Erinnerst du dich an dein erstes Erlebnis mit Animation?
Ich glaube, das war “Adolars fantastische Abenteuer im Weltraum”.
Die Geschichte handelt von einem Jungen, der sich abends immer in sein Zimmer eingeschlossen hat und einen sprechenden Hund hatte. Abends sind die beiden dann auf’s Dach gestiegen und mit einer aufblasbaren Rakete um die Welt geflogen.

Mein erstes Kinoerlebnis hatte ich bei “König der Löwen”. Da war ich mit ein paar Freunden drin und wir fanden den alle super gut. Das war in der zweiten Klasse, danach haben wir den Film nachgespielt mit kleinen Zeichnungen für Leute, die den Film noch nicht gesehen haben. 

Was wolltest du als Kind früher werden?
Ich glaube sogar Trickfilmzeichner! Ich kann mich noch erinnern, bei meinen Freunden habe ich früher immer ins Poesiealbum geschrieben: “Trickfilmzeichner”. Jetzt ist man es und denkt sich: Hättest du mal etwas vernünftiges gelernt!

Was war deine erste Animation?
Meine erste Animation die ich gemacht habe, war eine Katze vor einem Politikerpult die die ganze Zeit so “brrrbrrrbrr” macht.

Dein bisher stärkster Moment im Job?
Mein letzter Kurzfilm, den ich abgeschlossen habe. 
Als ich gesehen habe der lief auf Festivals, war das für mich eine Art Bereicherung – von wegen ich habe etwas abgeschlossen, abgeliefert, was jetzt einfach da ist bzw. auf der Welt ist. Und das ist echt ein schöner Moment – weil du arbeitest ein Jahr daran, irgendwann vergisst man oder weiß nicht, ob es irgendjemandem noch gefällt oder es überhaupt eine Relevanz hat und wenn man zum Schluss sieht wie es Leute dann aufnehmen, dann ist es immer eine Art Bereicherung. Das ist jedes Mal wieder ein starker Moment auf den man zu arbeitet.

Woher nimmst du deine Inspiration?
Aus allem was mich umgibt. Aus den Filmen, die ich mir anschaue, von meinen Nachbarn, von den Sachen, die mir in der U-Bahn passieren – eigentlich von überall her. 
Besonders spannend finde ich, andere Filmemacher zu sehen und was sie für neue Filme machen. Man trifft auch auf internationalen Festivals überall Filmemacher und die dann irgendwann wieder zu treffen mit neuen Filmen ist sehr spannend und spornt einen auch selber an, neue Filme zu machen. Man hat das Gefühl, dass man nicht alleine ist, sondern dass es mehrere Leute gibt, die Independent-Filme machen.

Welche Entwicklung in deinem Bereich fasziniert dich besonders?
Es gibt immer so Techniken, die vielleicht total aufwändig sind und schwierig zu machen – zum Beispiel Stop Motion Aufnahmen oder Sandanimationen – dann denken die meisten, wozu macht man das überhaupt, es gibt doch heute digitale Mittel. Aber meiner Meinung nach hat das einfach seinen Charme. Ob man etwas mit Knete oder 3D macht ist schon ein Unterschied und manchmal lässt man sich dann überraschen mit was für verschiedenen Techniken Leute Filme machen.

Ein paar Worte an zukünftige Animatoren?
Macht einfach! Haut raus, denkt nicht so viel nach, einfach produzieren. Das macht am meisten Spass und man ist überrascht, was am Ende dabei heraus kommt.